Apps zum Scannen von Dokumenten

Viele Unterrichtsmaterialen, zum Beispiel Kopiervorlagen, liegen Lehrkräften nur in analoger Form vor. Um diese trotzdem schnell und einfach mit Schüler:innen teilen zu können, haben wir ein paar Scan-Apps verglichen.

Auch im täglichen Austausch von Dokumenten bieten sich die Scan-Apps an: Lehrkräfte können Arbeitsblätter, Vorlagen und Ähnliches mit den Apps scannen, per Cloud, Email oder Messenger mit den Schüler:innen teilen und die Schüler:innen können die ausgefüllten Blätter oder andere Aufsätze ebenfalls einfach scannen und zurückschicken.

Für alle getesteten Apps wurden zwei Schriftstücke gescannt und verglichen: Ein Opernticket in Din A4, mit verschiedensten Schriftgrößen, Farben, einem Strich- sowie einem QR-Code, sowie eine handschriftliche Zusammenfassung in kleiner Handschrift auf Karopapier, auf der zusätzlich eine mit bunten Finelinern gezeichnete Skizze war.

Getestet wurde bisher nur mit Android 8.0 auf einem Samsung A3 (2017) (also einigermaßen aktuelle Software auf einem nicht so neuen und schnellen Handy).


Link

Plattform

Android/iOS

Android/iOS

Kosten

kostenfrei

kostenfrei

Cloud erforderlich?

ja

nein, aber Scans können in eine große Auswahl gängiger Clouds geladen werden

Qualität der Scans

sehr gut

sehr gut

Vorteile

Zu jedem Scan kann ein Kommentar hinzugefügt werden.

App öffnet sich im Hauptmenü, von dem leicht auf alle Untermenüs zugegriffen werden kann.

Die Bilderkennung geht schneller und aus mehr Winkeln als bei Adobe.

Bei jedem Scan kann ausgewählt werden, wo das Dokument gespeichert werden soll, standardmäßig werden immer die Einstellungen vom letzten Scan verwendet.

Nachteile

Automatischer Upload in die Adobe Cloud, welche kostenpflichtig ist, Scans können aber auch lokal gespeichert werden. Die Cloud muss somit nicht genutzt werden.

App öffnet sich immer im Fotomodus, der Zugriff auf andere Menüs muss von dort erst gesucht werden.

Resümee

Scans gelingen im Handumdrehen in sehr guter Qualität, allerdings ist es schade, dass die Dokumente nur in die Adobe Cloud geladen werden, nicht jedoch z.B. in den Google Drive, wenn man sich mit Google anmeldet.

Es ist allerdings möglich, alle Scans freizugeben, hier stehen einem die üblichen Anwendungen wie Email, Clouds oder Chats zur Verfügung.

Um die Texterkennung zu nutzen, benötigt man einen Adobe Account. Man kann sich hierfür einfach die Adobe Acrobat App (ein pdf-Reader) herunterladen. Wenn man seine Scans nun in Adobe Acrobat öffnet, kann man die Scans mit der Suchfunktion durchsuchen.

Scan gelingt im Handumdrehen in sehr guter Qualität.

Wenn man das Handy nur schnell schräg über das Dokument hält, gelingen die Scans deutlich sauberer als bei Adobe.

Auch die Freigabe über Clouds und Messenger geht sehr leicht von der Hand.

Die Menüführung ist aber leider alles andere als intuitiv.

Anleitungen/Tutorials

Adobe bietet auf seiner Website eine Reihe schriftlicher Erläuterungen zu den einzelnen Funktionen:

Einrichtung der App

Optimierung der Einstellungen

Scannen

Youtube-Tutorial für iOS (die Benutzeroberfläche ist bei Android aber nahezu identisch)