Wie erstelle ich ein Lernmodul mit PowerPoint?


Lernmodule eignen sich für den digitalen Unterricht besonders gut, weil sie individuelles Lernen und eine asynchrone Kommunikation ermöglichen. Das bedeutet, dass jede(r) Schüler:in in seinem eigenen Tempo die Inhalte erarbeiten kann und vor allem auch, dass man zeitlich flexibel ist. Somit ist kein Schüler:in abhängig von Unterrichtszeiten oder bestimmten Zeiten mit Internet-/ Medienzugang.

Ein Lernmodul eignet sich prinzipiell für jedes Fach und jeden Themenbereich. Wichtig ist, dass ein Lernmodul keinen lehrergesteuerten Unterricht und bloßen Input ersetzen soll, sondern aus verschiedenen Teilelementen besteht. Diese Teilelemente haben immer die selbe Struktur und sind aus diesem Grund mit etwas Übung leicht zu erstellen.

Je nach Vorwissen kannst Du in diesem Artikel zu folgenden Abschnitten „springen“:

Das Lernmaterial

Die Lernaufgabe

Die Bearbeitung

Rückmeldung und Reflexion

Das Lernmaterial

So könnte die Präsentation zum Lernmodul aussehen

Klicke an den rechten Bildrand, um Dir die Präsentation anzusehen

Das Lernmaterial

Zunächst ist es wichtig den Schüler:innen das Lernmaterial zur Verfügung zu stellen. Man benötigt hierbei Material für den Einstieg, die Erarbeitung und die Reflexion.

Man kann entweder auf bestehendes, im Internet oder Schulbuch zugängliches Material zurückgreifen oder selbst die Initiative ergreifen und Material erstellen.

Willst Du Material lieber selbst erstellen? Dann beachte die folgenden Prinzipien, um ein möglichst hohes Lernergebnis zu erzielen:

  • Kontiguitätsprinzip: Wenn Du Deinem Text noch ein Bild hinzufügen möchtest, beachte die Nähe von beiden Elementen. Lernpsychologisch wird die beste Verknüpfung erzeugt, wenn Bild und Text unmittelbar räumlich zusammenhängen und sich wechselseitig ergänzen.
  • Redundanzprinzip: Wenn Du zusätzliche Audiodateien einfügen möchtest, oder Deine PowerPointPräsentation verbal vorstellen willst, achte darauf, dass der geschriebene Text und die auditive Übermittlung sich nicht doppeln. Das Gehirn nimmt dann nur noch das Geschrieben wahr und blendet die Audio aus. Besser ist es Texte, die gemeinsam mit Bildern präsentiert werden zu sprechen, anstatt sie zu schreiben. Eine Verteilung der Informationsverarbeitung auf beide Kanäle reduziert die Gefahr einer kognitiven Überlastung und sorgt für eine höhere Lernleistung.
  • Kohärenzprinzip. Wenn Du Text und Bild verwenden willst, achte darauf, dass dieses semantisch aufeinander abgestimmt ist. So simpel es klingen mag, aber ein Text über einen Baum, kann vom Gehirn nicht richtig aufgenommen werden, wenn man gleichzeitig ein Bild von einer Tasse betrachtet.

Die Lernaufgabe

Schon zu Beginn der Lernmoduls sollte das Lernziel klar formuliert und die Aufgabe bekannt gegeben werden. Das beugt Unklarheiten vor und sorgt dafür, dass alle SuS genau wissen, was zu tun ist.

Gestalte Deine Arbeitsaufträge. Sei hierbei möglichst konkret, so wie Du es im analogen Unterricht auch machen würdest. Gerne kannst Du die Aufgabe auch in Form eines Aufgabenblattes zum Ausfüllen gestalten. (Dieses können die Schüler:innen dann am Ende des Moduls abgeben). Alternativ schreibe die Aufgabenstellungen in das Lernmodul mit rein und lassen die SuS selbst ihr Lösungsblatt erstellen. Die verwendete Methode hängt vor allem von dem Alter und dem Leistungsstand der Klasse ab.

Die Bearbeitung

Nun kommt der für SuS wesentliche Teil des Moduls: Die Bearbeitung

Die SuS sollen das Lernmodul bearbeiten. Plane genügend Zeit ein, um den Schüler:innen Flexibilität in der Gestaltung ihrer Lernprozesse zu geben.

Je nach allgemeinem Lernumfang und nach der Stundenzahl des Faches, solltest Du mindestens 1-2 Wochen Bearbeitungszeit geben.

Rückmeldung und Reflexion

Besprich die Aufgaben mit den Schüler:innen: Gib Feedback, teile Lösungsvorschläge und frage nach, wie es den SuS mit dem Lernmodul ergangen ist. So kannst Du Optimierungen für das nächste Modul vornehmen.

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