In der Ruhe liegt die Kraft.

Es ist ruhig um das Edumentoring-Team geworden. Das habt Ihr sicherlich auch bemerkt.

Aber... Wir sind nicht von der Bildfläche verschwunden.

Doch auch uns holt der Alltag mit Beruf, Familie, Freunde und all unseren Hobbies irgendwann ein. Um allen gerecht zu werden, müssen Abstriche gemacht werden. Damit wir auch weiterhin mit anhaltender Qualität für Euch da sein können, benötigen auch wir eine Pause.

Im stillen Kämmerlein werden trotzdem weiterhin Ideen gesammelt, Texte geschrieben und an der Internetseite gebastelt.

Wir wünschen Euch da draußen viel Kraft und Durchhaltevermögen bei euren persönlichen Herausforderungen und dem täglichen Spagat zwischen digital und präsent.

 


Ein Plädoyer für die Nutzung der Kamera im Live-Online-Unterricht

Wir alle haben in den vergangenen Monaten reichlich Erfahrungen mit dem Distanzunterricht über Videokonferenzsysteme gemacht. Dabei durften wir erleben, dass instabile Leitungen gerade das Videobild immer wieder zu Stocken gebracht haben. Ist das dann jedoch die Notwendigkeit, das Videobild generell auszustellen? Ein ganz klaren NEIN dazu. Die Qualität der Übertragung kann je nach Netzbelastung bei den einzelnen Anwendern schwanken. Dennoch ist es keine generelle Regel, wenn es mal "hakt", dass das Video nicht genutzt werden kann. Hier gilt es immer wieder die aktuelle Lage zu testen. Und sollte es gut funktionieren, dann nutzt die Videoübertragung!

 

Vor allem für die Schüler:innen ist es wichtig, mehr als nur den leeren Bildschirm zu sehen, um im Unterrichtsgeschehen am Ball zu bleiben. Das Sehen des Lehrenden mit seiner Bewegung und Mimik ist dabei hilfreich. Auch kann der Lehrende im Sichtkontakt mit den Schüler:innen feststellen, ob alle noch mit dabei sind oder ob es mal Zeit für einen Phasenwechsel wie eine spielerische Interaktion ist. Eigentlich genau so wie im Präsenzunterricht vor Ort.

 

Und wenn dabei mal die Katze auf den Schoß springt, ist es eine willlkommene Auflockerung des Unterrichts. Natürlich sind auch im Videounterricht die Bedürfnisse nach Privatsphäre zu beachten. Es gilt hier klare Vereinbarungen mit Schüler:innen und Eltern zu treffen. Auch solltet Ihr für den Unterricht die Kommunikationsregeln erarbeiten und einhalten. Z.B. legt Ihr fest, wie Wortmeldungen (Meldefunktion, Chat etc) erfolgen. Zur Erleichterung der Kommunikation im Unterricht mit Videobild haben wir Euch Kommunikationskarten erstellt. Diese könnt Ihr unter unserer Materialsammlung abrufen. Die leere Version der Karten könnt Ihr im Fremdsprachenunterricht selber beschriften. Oder nutzt auch gerne Euren regionalen Dialekt, um die Karten selber zu gestalten. Das bringt Freude und ein spielerisches Element in die Abstimmung der Kommunikationsregeln mit der Klasse.

 

Für einen motivierenden Videounterricht in einer Klassengemeinschaft nutzt soviel wie möglich die Kamera. Sollte es immer wieder zu technischen Schwankungen kommen, plant im Vorfeld für Euren Unterricht ganz gezielt Videophasen ein. Entscheidet dann, in welchen Unterrichtssequenzen das gegenseitige Sehen am wichtigsten ist. Nutzt dann auch gezielt die Kamera für Interaktionen und gemeinsame Auflockerungen. Ein paar Ideen dazu findet Ihr auch auf unseren Methodenkarten.

 

Kommunikationskarten (Druckversion verlinkt)
Vorschau Methodenkarten

 


Homeschooling, Distanzlernen, Wechselunterricht? - Was denn nun?

„Ich bin im Home-Office.“ Das hat die letzten Monate bestimmt jeder von uns schon einmal gesagt oder gehört. Dieser Begriff ist eindeutig, alle wissen, das damit die Arbeit von zu Hause gemeint ist. Es gibt keine Unklarheiten.

Im schulischen Kontext ist das leider nicht so einfach. Wir lesen von „Homeschooling“, Distanzlernen, Blended Learning, Flipped Classroom und Wechselunterricht, um nur einige zu nennen. Irgendwie sollen alle Begriffe dasselbe bedeuten, doch ist das tatsächlich so einfach?
Um es kurz zu machen: Nein!

Es vielmehr so, dass hier unterschiedliche Methoden des Unterrichtens bezeichnet werden. Wir haben diese für euch in einem kurzen Tutorial ausführlicher beschrieben. Das Wichtigste aber vorweg: Es findet grundsätzlich kein „Homeschooling“ statt. Das würde bedeuten, dass der Unterrichtsstoff durch Hauslehrer oder gar die Eltern vermittelt wird. Diese Art von Unterricht ist in Deutschland verboten.

Andere Methoden, wie Blended Learning, Flipped Classroom oder Wechselunterricht, finden aber durchaus statt. Hier wird es wichtig die Unterschiede zu kennen, um in der aktuellen Diskussion um Schule und Lehren und Lernen aktiv teilnehmen zu können. Im schulischen Umfeld ist eine gemeinsame Begriffsbestimmung bzw. -festlegung notwendig, damit die Kommunikation nach außen eindeutig bleibt.


Interaktion mit den Lernenden gestalten

Interaktion mit den Lernenden gestalten

Wie aktiviere ich Schüler:innen im Live-Online-Unterricht?

Wir alle haben in den letzten Monaten erfahren wie schwierig es ist, sich beim Online-Unterricht dauerhaft auf den Lerngegenstand zu konzentrieren. Daher ist es im Online-Unterricht essentiell, regelmäßig mit den Schüler:innen in Interaktion zu treten. So wie auch im Präsenzunterricht: Hier werden routiniert Anlässe oder Störungen aufgegriffen ,kleinere Abstimmungen gemacht oder die Schüler:innen beschreiben ihre Erfahrungen oder Assoziationen mit dem Unterrichtsthema. Dies schafft Nähe, Abwechslung und eine persönliche Verbundenheit zum einen mit dem Unterrichtsstoff, aber auch die Lerngruppe untereinander bekommt so ein „Gemeinsamkeits-Gefühl“. Des Weiteren bekommt ihr als Lehrende Feedback zum aktuellen Unterrichtsgeschehen und könnt Schüler:innen, die gedanklich abgelenkt sind, wieder mehr in den Unterricht einbeziehen.

 

Was im Präsenzunterricht selbstverständlich ist, stellt uns alle im Online-Unterricht vor Herausforderungen: Zum einen haben wir die Schüler:innen oftmals nicht im Blick, um spontan den richtigen Zeitpunkt für eine Interaktion zu sehen, zum andere fehlen vielleicht auch die Ideen für kurze virtuelle Aktivitäten.

Daher empfehle ich euch, ein Set an Interaktionsmöglichkeiten und Icebreakern (interaktive, spielerische Methoden) vorzubereiten und virtuell „griffbereit“ zu haben. Auch ist es aus Erfahrung hilfreich, direkt bei der Unterrichtsvorbereitung einen zeitlichen Ablauf festzulegen, der die möglichen Interaktionen direkt mit einbezieht.

Gängige Interaktionen können über den Chat oder über Abfragen gesteuert werden. Weitere kurze Aktivierungsmöglichkeiten geordnet nach den Unterrichtsphasen Einstieg & Aktivierung, Erarbeitung & Präsentation, Sicherung & Festigung sowie Kontrolle & Feedback könnt ihr auch im Methodenkoffer hier auf Edumentoring finden.

Auf den Methodenkarten erhaltet ihr eine Kurzbeschreibung, mögliche Zielsetzung, notwendige Materialien und somit einen Überblick über die Einsatzmöglichkeiten. Ihr erfahrt, für welche Klassenstufen die Methoden geeignet sind, wie ihr diese vorbereitet und umsetzt und wie viel Zeit ihr dafür im Unterricht einplanen solltet. Die PDFs könnt ihr euch dafür einfach herunterladen und habt diese so immer griffbereit. Viele der Methoden lassen sich auch prima im Präsenzunterricht einsetzen.

 

Ein Anwendungsbeispiel vorweg:

Zum Start der Stunde habt Ihr oftmals einige Aufgaben zu erledigen und könnt noch nicht mit der ganzen Klasse kommunizieren. Einzelne Schüler:innen haben vielleicht noch Rückfragen oder persönliche Informationen, ihr checkt die Anwesenheitsliste oder bereitet im virtuellen Raum noch etwas vor. Lasst hier die Schüler:innen schon ein wenig interaktiv werden, in dem ihr ihnen z.B. ein paar Links mit spaßigen Elementen oder auch Inhalten zum Thema zur Verfügung stellt. Schaut dafür mal die Infos auf der Methodenkarte „QR-Codes zum Ankommen“ im Methodenkoffer an.

 

Dabei müssen die Interaktionen nicht immer etwas mit dem Unterrichtsgegenstand direkt zu tun haben. Sie können

  • auf das Unterrichtsthema einstimmen,
  • oder einfach nur den Kopf mal freimachen,
  • körperliche Verspannungen lösen (Bewegungsspiele z.B. “Schnitzeljagd”),
  • die linke und rechte Gehirnhälfte aktivieren,
  • die Gruppenstimmung verbessern, indem gemeinsam gelacht wird,
  • über eine Wettbewerbssituation anspornen,
  • ein Stimmungsbild erzeugen oder Feedback geben.

 

Nach einer Interaktion bestätigen viele Lernende, dass sie wieder aufnahmefähiger sind und sich dabei auch körperlich wohler fühlen.

 

Probiert es mal aus und teilt gerne unter diesem Beitrag eure Erfahrungen. Wir freuen uns auch über Rückmeldung und Wünsche zur Ausgestaltung weiterer Methodenkarten. Ideen haben wir noch einige, teilt uns eure Anwendungsbeispiele mit und wir erstellen dazu gerne weitere Methodenkarten.


Häusliche Lernzeit aus Schülerperspektive

Häusliche Lernzeit aus Schülerperspektive.

Das Lernen in häuslicher Lernzeit ist nun mit Unterbrechungen seit etwa
einem Jahr Realität. Dies fordert Lehrer:innen sowie Schüler in vorher nicht da-
gewesener Weise. Missverständnisse sind in dieser Situation unvermeidlich.
Diese zu vermeiden und zu beseitigen ist Aufgabe von Schüler:innen und
Lehrer:innen gleichermaßen.

Man könnte meinen dass sich die meisten Probleme nach nun fast einem Jahr aufgelöst haben sollten. Dem ist leider nicht so. Doch woher sollen Sie, liebe Lehrer:innen, den wissen was wir Schüler:innen denken, wenn niemand es wagt, neben positiven auch kritische Berichte zu äußern? Woher sollen Sie wissen, was uns stört, oder was wir uns mehr wünschen, wenn, sollten Sie einmal Kritik bekommen, diese nur destruktive Eigenschaften aufweist?

“Was wollen die Schüler:innen denn?” ist eine gute und einfach zu beantwortende Frage: So wenig Arbeit wie möglich. Wie allgemein bekannt ist, ist dies jedoch wenig zielführend. Dennoch erlebe ich es bei einigen Lehrer:innen, dass sie sich an diesem zu orientieren scheinen. Meiner Meinung nach ist es nicht hilfreich uns Schülern lediglich ein Tafelbild zum Abschreiben zu geben. Diese können Schüler sehr gut ohne Nachzudenken übernehmen, was darin resultiert, dass es sinnlos wäre uns 20 Sekunden nachdem wir fertig mit dem Abschreiben des Bildes sind zu fragen, was wir abgeschrieben haben.

Wie also könnte ein besserer Fernunterricht aussehen?

Der erste Punkt wäre schriftliche Aufgaben zum Stoff zu stellen. Dies sorgt bei gründlicher Ausführung dafür, dass wir Schüler uns einen Teil des Stoffs etwas länger als 20 Sekunden merken. Es bringt jedoch auch Probleme mit sich. Diese wären beispielsweise die folgenden:

  • Nicht jeder wird die Aufgaben erledigen. Eine ganz pragmatische Lösung dazu wäre, einen Teil der Aufgaben zur Kontrolle einzufordern. Dies hat jedoch zur Folge, dass der gleich folgende Punkt einen schnelleren Verlauf nimmt, da ein Zwangsgefühl verschlimmernd hinzukommt.
  • Auf längere Zeit sorgt dies für einen nicht zu unterschätzenden Motivationsverlust auf Seiten der Schüler. Dies kommt vorrangig durch die Eintönigkeit, welche solche Aufgaben mit sich bringen. Zudem haben Aufgaben dieses Types meist keinerlei Reiz.

Wie löst man nun diese Probleme? Eine von uns Schüler:innen gerne genutzte Möglichkeit sind Konferenzen. Durch den Austausch werden wir Schüler aktiv dazu gezwungen uns mit dem Thema zu beschäftigen, ohne dabei ein Gezwungenheitsgefühl zu entwickeln, welches zu große Ausmaße annimmt.

Allerdings sind in Konferenzen sowie bei der Planung dieser oftmals Verhaltensmuster zu erkennen, welche wenig förderlich sind. Einige dieser Punkt werden in folgender Liste aufgeführt.

  • Bitte keine freiwilligen Konferenzen. Diese erreichen nicht solche Schüler:innen, die nichts machen, daher die Konferenzen am meisten bräuchten.
  • Bitte keine Vorträge. Dokumente können wir selber lesen. Was uns Schüler:innen hilft ist ein gemeinsames Durchgehen des Stoffes sowie der Aufgaben.
  • Dabei bitte nicht an sich sofort zu Wort meldenden Schüler:innen orientieren, sondern an Schüler:innen die für eine Antwort erst angesprochen werden müssen.
  • Solche Personen, welche den Bedingungen am Ende des letzten Absatzes entsprechen, bitte nicht im Stillem zuhören lassen sondern aktiv ansprechen. Solche Personen haben meist diese Probleme mit dem behandelten Thema.

Es gibt noch ein paar weit simplere Muster, welche uns Schüler oft stören:

  • Bitte keine Konferenzen über die Mittagszeit. Auch Schüler wollen essen.
  • Bitte im Kollegium absprechen, wer wann Konferenzen macht. Ein geteilter Kalender kann dieses Problem ganz pragmatisch lösen.
  • Bitte bedenken, dass nur weil wir Schüler:innen zu Hause sind, wir nicht von 8 bis 16 Uhr Zeit haben. Daher ist es ungünstig ist über den gesamten Tag verteilt Konferenzen zu planen.

Natürlich sind Konferenzen alleine ebenfalls nicht ausreichend. In einer Klasse mit 28 Schülern bei einer 60 Minuten langen Konferenz hat ein Lehrer der keinen Stoff vermitteln möchte lediglich etwas mehr als 2 Minuten pro Schüler. Daher ist die Zeit sehr knapp. Als eine gut funktionierende Lösung hat sich, zumindest aus meiner Sicht, das vorherige Bereitstellen eines den Unterricht enthaltenden Mediums herausgestellt. Dieses ermöglicht es beim Bearbeiten einer in der Konferenz gestellten Aufgabe möglichst schnell nachzulesen wie man weiter kommt.

Natürlich funktioniert dies nicht in jeder Situation, in solchen, in denen es aber hilft entlastet es Lehrer:innen wie Schüler:innen.

Eine letzte Bitte habe ich noch: Halten Sie sich an schulinterne Vereinbarungen. Denken Sie bitte nicht, dass Sie der oder die einzige sind der oder die etwas anders macht. Es ist oftmals so, dass Lehrer:innen wenn Sie sehen, dass ein:e Lehrer:in sich nicht an Vereinbarungen hält, schnell nachziehen. Dies sorgt für ein unübersichtliches Durcheinander.

Ich hoffe dies wird Ihnen helfen in Zukunft besseren Fernunterricht zu halten auch wenn klar ist, dass alle hier genannten Punkte konsequent umzusetzen schwierig ist.

Ich wünsche Ihnen ein erfolgreiches Lehren mit oder ohne Schüler:innen im Raum.

Richard geht im die 9.Klasse eines Gymnasiums in Sachsen. Er hat EDUmentoring während des UpdateDeutschland-Hackathons unterstützt.

Edumentoring-Logo mit der Kennzeichnung als Projekt des WirVsVirus-Hackathons

Ein neues Abenteuer: #UpdateDeutschland

Ein neues Abenteuer: # UpdateDeutschland

Wir sind ein Team aus Lehrkräften, Medienpädagogen und Eltern, die das Projekt EDUmentoring ehrenamtlich vorantreiben. Wir treffen uns alle zwei Wochen, um uns abzustimmen, Ideen zu besprechen, uns auszutauschen, Aufgaben zu verteilen, usw. Da dies alles natürlich parallel zu unseren anderen Aufgaben und Jobs stattfindet, kommen wir nicht so schnell voran, wie wir es uns manchmal wünschen.

Dann kam die Idee: Wir nehmen teil am Hackathon Update Deutschland – 48h-Sprint vom 19.-21. März 2021. Hackathon-Erfahrung haben wir ja schon gesammelt: So startete unser Projekt vor ziemlich genau einem Jahr im Zuge des WirVsVirus – Hackathons im März 2020. Wir konnten im Umsetzungsprogramm des WirVsVirus – Solution Enabler unser Konzept festigen und im WirFürSchule – Hackathon (Juni 2020) zählten wir mit unserem Beitrag “Mikro-Snacks – mit kleinen Schritten zur Digitalisierung” zu den Finalisten im Themenfeld 9 “Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrer*innen”.

 

Unsere Herausforderung für das Wochenende: Diese Seite umzubauen, neue Inhalte zu schreiben und unser Konzept neu zu prüfen.

 

So sind wir voller Elan am Freitagabend mit einem ersten Treffen gestartet und haben Aufgaben verteilt. Am Samstag wurde in verschiedenen Gruppen gearbeitet, zwischendrin fand Austausch mit anderen Projekten statt (Hier ein herzlicher Gruß an das Team von WirLernenOnline.de!) und am Abend wurde reflektiert, kommentiert und Entscheidungen getroffen. Am Sonntag begann die Arbeit an einer neuen Rubrik: Methodenkarten für den Unterricht (einfach mal reinschauen und Neues entdecken), die Homepage wurde weiter aktualisiert und bereits geschriebene Artikel wurden veröffentlicht. Auch wurden unsere MikroSnacks aus dem Hackathon WirFürSchule noch einmal uüberarbeitet und gehen demnächst endlich online! Die DevPost-Abgabe  rückte immer näher, aber wir waren auf einem guten Weg und Zeit für einen Kaffeeplausch blieb auch während eines Online-Meetings 🙂

FAZIT: 48 spannende Stunden gingen schnell vorbei. Wir haben viel von unserer ‚to-do -Liste‘ geschafft und können zu Recht stolz auf uns sein! Schaut euch das (bisherige) Ergebnis an – wir freuen uns über Feedback, Ideen und Input!

Edumentoring-Logo mit der Kennzeichnung als Projekt des WirVsVirus-Hackathons

EDUmentoring - Wie es weitergeht

EDUmentoring - Wie es weitergeht

Das letzte Jahr war für uns alle herausfordernd. Wir wurden mit viel Unsicherheit, Ungewissheit und Herausforderungen konfrontiert. Doch die Krise brachte auch viele kreative Lösungen mit sich. Wir alle sind gerade in Fragen des digitalen Unterrichts schon einige Schritte weitergekommen. An vielen Stellen müssen wir auch weiterhin noch ordentlich zulegen und neue Lösungen ausprobieren, doch ein Anfang ist gemacht.

Wir von EDUmentoring verbinden mit den Erfahrungen der letzten Monate vor allem auch die Hoffnung, dass der Digitalisierungsschub ein Startpunkt für zukunftsgewandten Unterricht darstellt, der verstärkt auf digitale Elemente setzt. Das heißt vor allem: dranbleiben und weiterentwickeln!

Diesen Weg möchten wir langfristig unterstützen. Auch wenn es in den letzten Monaten um uns ruhiger geworden ist, haben wir aktiv an neuen Inhalten gearbeitet, Lehrer:innen die uns angeschrieben haben unterstützt und uns neue Konzepte überlegt, wie wir am besten unseren Beitrag zur Digitalisierung der Schulen leisten können.

Ein erster Schritt für uns wird eine komplett überarbeitete EDUmentoring-Seite sein, an der wir gerade intensiv arbeiten. Von diesem Neustart aus haben wir viel vor – von unseren Artikeln über Schulungsmaterialien bis hin zu Austauschformaten. Einiges davon steht noch auf unserer Liste mit langfristigen Zielen – neue Inhalte erwarten euch schon demnächst!

 

Was kommt:

  • EDUmentoring-Relaunch
  • Mikro-Snacks
  • digitaler Methodenkoffer
  • Lehrer:innenaustausch

 

Bis Bald

Euer EDUmentoring-Team

Edumentoring-Logo mit der Kennzeichnung als Projekt des WirVsVirus-Hackathons

Unterrichten - nah und fern

Unterrichten - nah und fern

Die einen sprechen von „Blended Learning“, die anderen vom „Hybridunterricht“. Gemeint ist die Kombination aus Präsenz- und Fernunterricht.

Für mich konkreter wurde das Thema nach den Pfingstferien in Baden-Württemberg: Für die letzten 6,5 Wochen des Schuljahres 2019/20 kamen meine SuS eingeteilt in A- und B-Gruppen im wöchentlichen Wechsel in die Schule. Ich sollte also jeden SuS drei Wochen sehen.

Für die konkrete Umsetzung gibt es verschiedene Varianten (vgl. auch Philippe Wampfler: Präsenz- und Fernunterricht kombinieren).

Für meinen Französisch-Kurs wählte ich die Variante “Identisches  Präsenzmodul“. Ich bereitete also zwei inhaltlich nicht aufeinander aufbauende Unterrichtsmodule vor. Während die eine Gruppe bei mir im Präsenzunterricht Modul A behandelte, sollte die ‚zu-Hause-Gruppe‘ Modul B bearbeiten. Ich hielt quasi alle Unterrichtsstunden doppelt, konnte aber mit der deutlich kleineren Lerngruppe besser arbeiten und versuchen, Defizite gezielter aufzuarbeiten. Im Präsenzunterricht stand vor allem das Sprechen in der Fremdsprache im Vordergrund. Ein Thema, welches während der Schulschliessung (März – Mai 2020) häufig zu kurz kam und auch in den Videokonferenzen nur schwer umzusetzen war.  Im Fernunterricht stand vor allem das Schreiben im Fokus, welches im Präsenzunterricht viel Unterrichtszeit in Anspruch nimmt. Das Engagement die Aufgaben zu Hause zu bearbeiten ließ allerdings mit den Wochen deutlich nach.

In meinem sehr kleinen Chemie-Kurs hielt ich jede Unterrichtsstunde nur einmal: Während die eine Gruppe bei mir im Chemiesaal mit Leihtablets saß, schaltete ich die andere Gruppe via Videokonferenz dazu. Mein geteilter Tablet-Bildschirm wurde von den SuS zu Hause genauso gesehen, wie der projizierte Bildschirm von meinen präsenten SuS. Damit die beiden Gruppen auch miteinander arbeiteten konnten und der Unterschied zwischen ‚zu Hause‘ und ‚in der Schule‘ möglichst gering war, plante ich meinen kompletten Unterricht mit Padlets und Oncoo. Die SuS ergänzten gemeinsam Regeln zum Aufstellen von Oxidationszahlen im Padlet und formulierten Definitionen zum Oxidationsmittel bei der Kartenabfrage auf oncoo.

Ein Highlight war das Projekt „Technische Spannungsquellen“: Jeder SuS hatte ein Thema aus diesem Bereich (Leclanché-Element, Bleiakku, Lithium-Ionen-Akku, Brennstoffzellle, …). Die Themen wurden in einer Videokonferenz mit ‚Team Shake’ ausgelost. Zu dem jeweiligen Thema sollten vorgegebene Informationen (Übersicht, Erklärfilm, Quiz, Arbeitsblatt, ‚Ich kann-Liste’ , …) in einem gemeinsamen Padlet gesammelt werden. Ich gab den SuS kontinuierlich Rückmeldungen zu den eingestellten Materialien (Padlet Kommentarfunktion), aber auch die SuS konnten sich gegenseitig (Peer-)Feedback geben (Padlet Kommentarfunktion, Reaktion ‚Gefällt mir‘).

Obwohl ich schon vor der coronabedingten Schulschliessung mit dem Tablet im Unterricht gearbeitet habe, hat auch mich der Fernunterricht gezwungen, mich nochmal anders und intensiver mit dem Thema auseinanderzusetzen. Ich freue mich schon im nächsten Schuljahr, in welchem Unterrichtsszenario auch immer, auf die von den SuS erlernten Techniken aufbauen zu können. Viele Anwendungen sind inzwischen für sie selbstverständlich geworden und müssen nicht mehr erklärt werden. Dazu gehören: BookCreator, Oncoo und Mentimeter, Zumpad und Padlet und natürlich der Klassiker Kahoot!

LuL und SuS haben in diesem Schuljahr viel dazugelernt, darunter auch vieles, das so nicht im Lehrplan steht. An meiner Grundschule stand der Text „Wir lernen nicht für die Schule, sondern für das Leben!“ und das haben wir sicher alle!

 

Ich wünsche allen sonnige, erholsame, phantastische – einfach schöne Sommerferien!


Was kann ich in den Sommerferien tun, um mich auf das nächste Schuljahr vorzubereiten?

Was kann ich in den Sommerferien tun, um mich auf das nächste Schuljahr vorzubereiten?

Dieses Schuljahr war das Schwerste, was ich bisher in meiner 20-jährigen Karriere erlebte. Bisher gehörten zu meinem Alltag zwar auch zu wenige Lehrpersonen mit zu vielen Ausfällen, Unterrichten in mir fremden Fächern oder auch zahlreiche Überstunden. Doch das alles war vor der Corona-Krise. Als die Krise anfing, wurde mir schnell klar, dass ich mich in den unterschiedlichen Medien fit machen muss. Ohne mögliche Fortbildungen, mit überforderten Kollegen und Schulleitung fühlte ich mich allerdings alleingelassen. Die Mehrheit von uns erlebt, wie an einem Tag noch Regelunterricht stattfand und am nächsten Tag Schulschließungen und Home-Office angekündigt wurden. Darüber habe ich in meinem letzten Blog-Post geschrieben. Hier möchte ich darüber reden, wie ich mich auf das nächste unsichere Schuljahr vorbereite. Warum unsicher? Weil niemanden weiß, ob es eine zweite oder dritte Covid19-Welle geben wird. Werden die Schulen wieder geschlossen? Und was ist, wenn ein Corona-Fall in meiner Schule auftritt? Vielen Schulen fehlen noch die konkreten Informationen, da es zum jetzigen Zeitpunkt einfach noch keine konkreten Informationen gibt. Wir Lehrer müssen trotz allem den Anfang des neuen Schuljahres vorbereiten.

 

So was nun? Ich habe einen Fragenbogen der iNACOL – der International Association for K-12 Online Learning (K-12 ist äquivalent zur 1 Klasse bis Ende Abitur) zu meinen digitalen Fähigkeiten ausgefüllt. Dadurch habe ich herausgefunden, wo ich stehe und wo meine persönlichen Schwächen stehen. Ich habe diesen Fragenbogen für Sie hier auf Deutsch vorbereitet, sodass Sie sich selbst bewerten können. Haben Sie keine Angst. Jeder von uns hat Schwächen und es ist in Ordnung, wenn man etwas Neues ausprobiert, Fehler zu machen. Fehler sind ein Teil des Lernens!

 

Im Hintergrund sind wir von EDUmentoring.de gerade dabei neue Themen für Sie zu finden und aufzubereiten. Lassen Sie uns gern wissen, zu welchen Themen Sie sich Informationen und Artikel wünschen. Schreiben Sie uns dafür gern eine Mail info@edumentoring.de oder ein Kommentar unter diesen Artikel.

Jetzt Misch- und Online-Lehrkompetenz testen:

Fragebogen als PDF herunterladenFragebogen als Excel-Datei herunterladen

Übersetzte und an Deutschland angepasste Fassung des iNACOL Blended & Online Teaching Assessment
weitere Informationen: iNACOL Blended Learning Teacher Competency Framework

 iNACOL, The International Association for K-12 Online Learning, http://www.inacol.org/


Vergleichen Sie Ihre Punktzahl aus dem iNACOL Blended & Online Teaching Assessment:

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Im Nachhinein ist man immer klüger - Erfahrungen aus dem Online-Unterricht

Im Nachhinein ist man immer klüger...

Anfang März hat sich innerhalb weniger Tage unser Alltag geändert. Ich wünschte mir, dass ich gewusst hätte, was ich jetzt weiß…

Am Freitag dem 13. März haben wir die erste „bitte schick alle Schüler mit den Büchern nach Hause“ Nachricht bekommen. Am darauffolgenden Dienstag hatten wir unseren letzten Schultag. Viele der Schüler waren bereits nicht mehr anwesend. Von unserer Schulleitung kam zusätzlich ein Hinweis, dass wir wichtige Dokumente (Klassenlisten, Lehrbücher und Lehrerhandreichungen) bei uns zuhause haben sollten, damit wir im Falle einer Schließung Aufgaben für die Kinder an die Eltern schicken können. Was nun? – habe ich mir gedacht.

Wie geht es weiter? Sollte ich auf Anweisungen von der Schule und dem Senat warten, oder selbst die Initiative ergreifen? Ich habe mich für das kalte Wasser entschieden und bin kopfüber in die Digitalwelt eingetaucht. Ich kenne mich ziemlich gut mit digitalen Dingen aus, aber zu dieser Zeit war auch ich überfordert.

Den nachfolgenden Dienstag hatten wir ein Not-Gesamtkonferenz unten Corona-Bedingungen. Ab Mittwoch war die Schule geschlossen.  In den nächsten Tagen habe ich viel mehr Stunden als normal an der Digital-Unterricht -Vorbereitung und an meiner Website gearbeitet. Für Lernvideos oder Erklärvideos war zu Beginn keine Zeit. Der Aufwand der Erstellung war viel höher als die Vorbereitung für den frontalen Unterricht.

Meine erste Digital-Unterrichts-Stunde war ein Erlebnis. Meine Schüler, die zwischen 10-12 Jahre alt sind, haben es größtenteils geschafft, sich einzuloggen. Ich habe sie begrüßt, gefragt, wie alles zu Hause läuft und ihre Fragen beantwortet. In den nächsten Wochen habe ich viel gelernt und ausprobiert – teilweise erfolgreich, teilweise misslungen.

Allerdings habe ich mich besser organisiert und dadurch Tipps und Tricks für eine erfolgreiche digitale Lehre entwickelt. Ich hoffe, dass diese Tipps, Tricks und Infos Ihnen auch helfen können. Hinterher ist man immer klüger, und hier ist meine Liste von dem, was ich gerne am Anfang gehabt hätte.

Sara

Die folgenden Erfahrungen möchte ich gern mit Ihnen teilen:

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