Ein neues Abenteuer: #UpdateDeutschland

Ein neues Abenteuer: # UpdateDeutschland

Wir sind ein Team aus Lehrkräften, Medienpädagogen und Eltern, die das Projekt EDUmentoring ehrenamtlich vorantreiben. Wir treffen uns alle zwei Wochen, um uns abzustimmen, Ideen zu besprechen, uns auszutauschen, Aufgaben zu verteilen, usw. Da dies alles natürlich parallel zu unseren anderen Aufgaben und Jobs stattfindet, kommen wir nicht so schnell voran, wie wir es uns manchmal wünschen.

Dann kam die Idee: Wir nehmen teil am Hackathon Update Deutschland – 48h-Sprint vom 19.-21. März 2021. Hackathon-Erfahrung haben wir ja schon gesammelt: So startete unser Projekt vor ziemlich genau einem Jahr im Zuge des WirVsVirus – Hackathons im März 2020. Wir konnten im Umsetzungsprogramm des WirVsVirus – Solution Enabler unser Konzept festigen und im WirFürSchule – Hackathon (Juni 2020) zählten wir mit unserem Beitrag “Mikro-Snacks – mit kleinen Schritten zur Digitalisierung” zu den Finalisten im Themenfeld 9 “Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrer*innen”.

 

Unsere Herausforderung für das Wochenende: Diese Seite umzubauen, neue Inhalte zu schreiben und unser Konzept neu zu prüfen.

 

So sind wir voller Elan am Freitagabend mit einem ersten Treffen gestartet und haben Aufgaben verteilt. Am Samstag wurde in verschiedenen Gruppen gearbeitet, zwischendrin fand Austausch mit anderen Projekten statt (Hier ein herzlicher Gruß an das Team von WirLernenOnline.de!) und am Abend wurde reflektiert, kommentiert und Entscheidungen getroffen. Am Sonntag begann die Arbeit an einer neuen Rubrik: Methodenkarten für den Unterricht (einfach mal reinschauen und Neues entdecken), die Homepage wurde weiter aktualisiert und bereits geschriebene Artikel wurden veröffentlicht. Auch wurden unsere MikroSnacks aus dem Hackathon WirFürSchule noch einmal uüberarbeitet und gehen demnächst endlich online! Die DevPost-Abgabe  rückte immer näher, aber wir waren auf einem guten Weg und Zeit für einen Kaffeeplausch blieb auch während eines Online-Meetings 🙂

FAZIT: 48 spannende Stunden gingen schnell vorbei. Wir haben viel von unserer ‚to-do -Liste‘ geschafft und können zu Recht stolz auf uns sein! Schaut euch das (bisherige) Ergebnis an – wir freuen uns über Feedback, Ideen und Input!

Edumentoring-Logo mit der Kennzeichnung als Projekt des WirVsVirus-Hackathons

Unterrichten - nah und fern

Unterrichten - nah und fern

Die einen sprechen von „Blended Learning“, die anderen vom „Hybridunterricht“. Gemeint ist die Kombination aus Präsenz- und Fernunterricht.

Für mich konkreter wurde das Thema nach den Pfingstferien in Baden-Württemberg: Für die letzten 6,5 Wochen des Schuljahres 2019/20 kamen meine SuS eingeteilt in A- und B-Gruppen im wöchentlichen Wechsel in die Schule. Ich sollte also jeden SuS drei Wochen sehen.

Für die konkrete Umsetzung gibt es verschiedene Varianten (vgl. auch Philippe Wampfler: Präsenz- und Fernunterricht kombinieren).

Für meinen Französisch-Kurs wählte ich die Variante “Identisches  Präsenzmodul“. Ich bereitete also zwei inhaltlich nicht aufeinander aufbauende Unterrichtsmodule vor. Während die eine Gruppe bei mir im Präsenzunterricht Modul A behandelte, sollte die ‚zu-Hause-Gruppe‘ Modul B bearbeiten. Ich hielt quasi alle Unterrichtsstunden doppelt, konnte aber mit der deutlich kleineren Lerngruppe besser arbeiten und versuchen, Defizite gezielter aufzuarbeiten. Im Präsenzunterricht stand vor allem das Sprechen in der Fremdsprache im Vordergrund. Ein Thema, welches während der Schulschliessung (März – Mai 2020) häufig zu kurz kam und auch in den Videokonferenzen nur schwer umzusetzen war.  Im Fernunterricht stand vor allem das Schreiben im Fokus, welches im Präsenzunterricht viel Unterrichtszeit in Anspruch nimmt. Das Engagement die Aufgaben zu Hause zu bearbeiten ließ allerdings mit den Wochen deutlich nach.

In meinem sehr kleinen Chemie-Kurs hielt ich jede Unterrichtsstunde nur einmal: Während die eine Gruppe bei mir im Chemiesaal mit Leihtablets saß, schaltete ich die andere Gruppe via Videokonferenz dazu. Mein geteilter Tablet-Bildschirm wurde von den SuS zu Hause genauso gesehen, wie der projizierte Bildschirm von meinen präsenten SuS. Damit die beiden Gruppen auch miteinander arbeiteten konnten und der Unterschied zwischen ‚zu Hause‘ und ‚in der Schule‘ möglichst gering war, plante ich meinen kompletten Unterricht mit Padlets und Oncoo. Die SuS ergänzten gemeinsam Regeln zum Aufstellen von Oxidationszahlen im Padlet und formulierten Definitionen zum Oxidationsmittel bei der Kartenabfrage auf oncoo.

Ein Highlight war das Projekt „Technische Spannungsquellen“: Jeder SuS hatte ein Thema aus diesem Bereich (Leclanché-Element, Bleiakku, Lithium-Ionen-Akku, Brennstoffzellle, …). Die Themen wurden in einer Videokonferenz mit ‚Team Shake’ ausgelost. Zu dem jeweiligen Thema sollten vorgegebene Informationen (Übersicht, Erklärfilm, Quiz, Arbeitsblatt, ‚Ich kann-Liste’ , …) in einem gemeinsamen Padlet gesammelt werden. Ich gab den SuS kontinuierlich Rückmeldungen zu den eingestellten Materialien (Padlet Kommentarfunktion), aber auch die SuS konnten sich gegenseitig (Peer-)Feedback geben (Padlet Kommentarfunktion, Reaktion ‚Gefällt mir‘).

Obwohl ich schon vor der coronabedingten Schulschliessung mit dem Tablet im Unterricht gearbeitet habe, hat auch mich der Fernunterricht gezwungen, mich nochmal anders und intensiver mit dem Thema auseinanderzusetzen. Ich freue mich schon im nächsten Schuljahr, in welchem Unterrichtsszenario auch immer, auf die von den SuS erlernten Techniken aufbauen zu können. Viele Anwendungen sind inzwischen für sie selbstverständlich geworden und müssen nicht mehr erklärt werden. Dazu gehören: BookCreator, Oncoo und Mentimeter, Zumpad und Padlet und natürlich der Klassiker Kahoot!

LuL und SuS haben in diesem Schuljahr viel dazugelernt, darunter auch vieles, das so nicht im Lehrplan steht. An meiner Grundschule stand der Text „Wir lernen nicht für die Schule, sondern für das Leben!“ und das haben wir sicher alle!

 

Ich wünsche allen sonnige, erholsame, phantastische – einfach schöne Sommerferien!